Blommaert, Benedictus

Benedictus Blommaert

Benedictus Blommaert

2. Abt der Zisterzienserabtei St. Salvator in Antwerpen 1654–1668

~ 6. Dez. 1611 Antwerpen
† 10. Juli 1668 ebenda

Benedictus Blommaert wurde am 6. Dezember 1611 in der Kathedrale von Antwerpen, Pfarrei Nord, auf den Namen Petrus getauft; er war der Sohn von Augustinus Blommaert und Agnes Kerstens. Er trat am 14. November 1631 in das Zisterzienserpriorat St. Salvator (Pieter Pot) in Antwerpen ein und wurde am 14. Dezember 1631 eingekleidet; am 19. Dezember 1632 legte er seine Profess ab. Am 12. März 1633 wurde er zum Subdiakon geweiht, am 21. September 1635 zum Diakon und am 22. Dezember 1635 zum Priester. Seine Primiz feierte er am 30. Dezember 1635. Nacheinander bekleidete er die Ämter des Cellerars und des Provisors.

Nach dem Tod des Abtes Petrus Spers wurden Bischof Ambrosius Capello von Antwerpen und Abt Judocus Gillis von St. Bernard (Hemiksem), Generalvikar für die Klöster der spanischen Niederlande, am 3. Oktober 1654 zu Kommissaren ernannt, um den Informativprozess durchzuführen. Dieser fand am 8. Oktober 1654 statt. Benedictus Blommaert, der zu dieser Zeit Kantor und Zehnteinnehmer war, erhielt zwei erste, zwei zweite und zwei dritte Stimmen. Er wurde als guter und frommer Ordensmann und guter Verwalter gelobt, der die Wiederherstellung des Klosters gefördert hatte. Durch Patentbrief vom 21. Dezember 1654 von Erzherzog Leopold, Statthalter der spanischen Niederlande, zum Abt ernannt, wurde er am 12. Januar 1655 von Abt Judocus Gillis in sein Amt eingeführt. Generalabt Claude Vaussin von Cîteaux bestätigte die Ernennung mit Datum 22. Juni 1655.

Benediziert wurde Abt Mommaert erst vier Jahre später, am 29. Juni 1659, gemeinsam mit Abt Johann Kaspar Pflüger von Marienstatt, in der Abteikirche Heisterbach in Deutschland durch den Generalvikar Abt Johannes Blanckenberg von Altenberg, der ihm auch die Pontifikalien überreichte. Assistenten waren die Äbte Johannes Post von Himmerod und Franz Schaeffer von Heisterbach.

Während seiner Amtszeit erkannten Jacobus Boonen, Erzbischof von Mechelen, und Ambrosius Capello, Bischof von Antwerpen, 1657 die Reliquien des Heiligen Benedikt an, die im Kloster verehrt wurden.

Der Abt scheint viel Geld unrechtmäßig ausgegeben zu haben. 1667 schenkte er der Beginenhofkirche in Lier ein Buntglasfenster mit seinem Wappen und dem der Abtei. Am 6. April 1668 verkaufte Prior Franciscus Dierickx im Namen des Abtes eine Rente von 75 Gulden für ein Haus der Abtei für 1.200 Gulden. Abschließend sei erwähnt, dass der Abt das Studium der Theologie und Philosophie im Kloster förderte.

Benoit Blommaert starb am 10. Juli 1668 im Alter von 57 Jahren. Er wurde im Chor der Abteikirche bestattet.

gge, Okt. 2025


Daten:

Vest.: 14. Dez. 1631; Prof.: 19. Dez. 1632; Subdiac.: 12. März 1633; Diac.: 21. Sep. 1635; Sac.: 22. Dez. 1635; Prim.: 30. Dez. 1635; Abbas.: nom. 21. Dez. 1654, inst.: 12. Jan. 1655, ben. 29. Juni 1659; Dev.: Flores apperuerunt.

Literatur:

Monasticon Belge, Band 8, Province d'Anvers, Volume 1. Liège: Centre national de recherches d’histoire religeuse, 1993, S. 92–93.

Zitierempfehlung: Blommaert, Benedictus, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 20.10.2025, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Blommaert,_Benedictus

Vorlage:Page.name: BLOMMAERT, Benedictus OCist (1611–1668) – Biographia Cisterciensis