Pierre-Colomban Demoustier
3. Abt der Zisterzienserabtei Düsseltal 1738–1742
* 1671 Chatélineau
† 29. Juli 1742 Düsseltal, Düsseldorf
Pierre-Colomban Demoustier (Demoutier), auf dem Grabstein: Petrus Columbanus de Moustier, geboren 1671 in Chatélineau bei Charleroi, legte 1692 unter Abt Karl von Bentzeradt die Profess in der Zisterzienserabtei Orval ab. Er gehörte 1694 zu den zur Gründung des Priorats Düsseltal auf dem Löricker Werth (heute Mönchenwerth bei Nieder-Lörick, Kreis Neuss) ausgesandten Mönchen. 1708 wurde das Priorat ins Düsseltal verlegt, 1714 Abtei.
Demoustier wurde am 19. Dezember 1705 zum Priester geweiht. 1739 zum Abt gewählt und bestätigt, erhielt er am 24. Mai 1739 durch den Kölner Weihbischof Franz Kaspar von Franken-Siersdorf in der weihbischöflichen Hauskapelle in Köln die Benediktion. Assistenten waren die Äbte Engelbert Schmitz von Heisterbach und Gottfried Engels von Altenberg.
Er starb am 29. Juli 1742 nach mehreren (in der Klosterchronik erwähnten) Schlaganfällen und wurde auf dem Klosterfriedhof begraben. Sein Grabstein befindet sich heute in Erkrath.
Der anonyme Chronist vermerkt, dass Abt Columban nur ein einziges Mal außerhalb des Klosters genächtigt habe, nämlich als er zur Feier seiner Benediktion nach Köln reiste.
gge, Dez. 2025
Daten:
Prof.: 1692; Sac.: 19. Dez. 1705; Abbas.: ben. 24. Mai 1739.Literatur:
Torsy, Jakob: Die Weihehandlungen der Kölner Weihbischöfe: 1661–1840. Nach den weihbischöflichen Protokollen (Studien zur Kölner Kirchengeschichte, Band 10). Schwann, 1969, S. 83 · Demoulin, Louis: Le jansénisme et l’abbaye d’Orval. Institut historique belge de Rome, 1976, S. 138 · Graf von Looz-Corswarem, Clemens: Düsseldorf-Düsseltal – Trappisten, in: Nordrheinisches Klosterbuch, hg. v. Manfred Groten u. a., Bd. 2, Siegburg 2012, S. 99–106 · Urkunden Düsseltal im Landesarchiv Düsseldorf.Vorlage:Page.name: Demoustier, Pierre-Colomban OCist (1671–1742) – Biographia Cisterciensis
