Fayolle, Pierre-Marie

Pierre-Marie Fayolle

Pierre-Marie Fayolle

8. Abt der Zisterzienserabtei Neiges 1982–2002

* 21. Dez. 1949 Yssingeaux
† 15. Juli 2023 ebenda

Pierre-Marie Fayolle, geboren am 21. Dezember 1949 in Yssingeaux als Sohn eines Sparkassendirektors, entschied sich mit 20 Jahren für das Klosterleben. Nach zwei Jahren am Priesterseminar Le Puy und seinem anschließenden Militärdienst in Lyon trat er in die Zisterzienserabtei strengerer Observanz („Trappisten“) Notre-Dame-de-Neiges ein, wo er 1977 zum Priester geweiht wurde. Nach der Priesterweihe erwarb er ein Diplom in Weinbau. In Neiges blieb er dreißig Jahre, davon zwanzig Jahre als Abt (5. November 1982 bis 2002). In diesen zwanzig Jahren unternahm er rund fünfzig Visitationsreisen, darunter zwölf nach Japan. Er lernte deswegen, die Messe auf Japanisch zu lesen.

Da er sich mit 50 Jahren noch zu jung fühlte für einen Ruheposten als Beichtvater in einem Frauenkloster, trat er 1999 in den Dienst des Erzbistums Bordeaux, wo er zwei Jahrzehnte als persönlicher Sekretär des Erzbischofs Ricard und später Kanzler des Bistums wirkte. Aufgrund seiner Weinkenntnisse wurde er auch Sommelier des Erzbistums und leitete den Weinkeller.

2021 kehrte er zu seiner Familie nach Yssingeaux zurück und bezog das Mehrgenerationenhaus in seinem ehemaligen Gymnasium Sacré-Cœur, nur wenige Meter von seinem Geburtshaus entfernt.

Er starb am frühen Nachmittag des 11. Juli 2023 im Krankenhaus Emile Roux, im Alter von 73 Jahren. Seine Beerdigung fand am Samstag, dem 15. Juli 2023, um 14:30 Uhr in der Kirche Saint-Pierre in Yssingeaux statt.

gge, Okt. 2025


Daten:

Sac.: 1977; Abbas: 1982–2022.

Q.:

Nachrufe.

Zitierempfehlung: Fayolle, Pierre-Marie, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 30.10.2025, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Fayolle,_Pierre-Marie

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