Nivard Rick OCSO
Zisterzienser der Abtei Ölenberg; Generaldefinitor 1908–1934
* 28. Feb. 1878 Siegelsbach, Baden
† 31. Okt. 1934 Mulhouse, Elsass
Nivard Rick, Taufname Georg Joseph, geboren 1878 in Siegelsbach im Großherzogtum Baden als Sohn des Johann Rick und der Magdalena geb. Schweikert, trat 16-jährig in die Zisterzienserabtei (strengerer Observanz) Ölenberg im Elsass ein (24. April 1894).
Am 27. Mai 1894 als fr. Nivard eingekleidet, legte er am 31. Mai 1896 die zeitliche Profess ab und studierte dann in Rom. In den Semesterferien legte er am 8. September 1899 die feierliche Profess ab, wurde am 10. August 1901 zum Priester geweiht und nach zwei weiteren Studienjahren in Rom ebd. am 25. Juni 1903 zum Doktor der Theologie promoviert.
Als solcher lehrte er in Ölenberg Dogmatik, bis er vom Generalkapitel 1908 als Nachfolger von Petrus Wacker, dem späteren Abt, zum Generaldefinitor für die Klöster deutscher Zunge gewählt wurde. Dieses Amt übte er 26 Jahre, bis zu seinem Tod 1934 aus, unterbrochen durch die Zeit des Ersten Weltkriegs, da er als Deutscher nicht nach Rom konnte (er war während dieser Zeit Vikar in Schmitten im Schweizer Kanton Freiburg).
Im Sommer 1934 schwer erkrankt nach Ölenberg zurückgekehrt, bat er das Generalkapitel um Entpflichtung und begab sich in das Spital Hasenrain in Mulhouse, wo er am 31. Oktober 1934 seinem Krebsleiden erlag. Er wurde auf dem Klosterfriedhof begraben.
gge, Mai 2025
Daten:
Vest.: 27. Mai 1894; Prof.: 31. Mai 1896, 8. Sep. 1899; Sac.: 10. Aug. 1901.Literatur:
Stintzi, Paul: Oelenberg. 900 Jahre Geschichte der Abtei, 1046–1954, Westmalle, 1962, S. 188–189.Vorlage:Page.name: RICK, Nivard OCSO (1878–1934) – Biographia Cisterciensis
